Mosaike in Prag

Die „Tiroler Glasmalerei- und Mosaikanstalt“ war nicht nur in Österreich für die Wiederbelebung dieses Kunsthandwerks von Bedeutung. Sie spielte eine wichtige Rolle für die tschechische Mosaikkunst.

1880 war die Neuhauser'sche Mosaikwerkstätte erstmals in Prag tätig, allerdings in restauratorischen Belangen: sie erstellte eine Expertise zum Zustand des mittelalterlichen Mosaiks am Prager Veitsdom. In den folgenden Jahren schuf die Innsbrucker Werkstätte vor allem Fassadenmosaike für Prager Jugendstilbauten.

Landesbank (Zemská banka / Živnobanka)


Detail: M. Aleš.

Detail: J. Preisler.

1894/6 erfolgte die erste Arbeit mit dem Architekten Osvald Polívka: die Lünetten mit allegorischen Motiven an der Fassade der Landesbank nach Entwurf von Mikoláš Aleš. 1909-11 wurde die "Tiroler Glasmalerei- und Mosaikanstalt" mit den Mosaiken nach Entwurf von Jan Preisler für die Fassade eines Erweiterungsbaus der Landesbank beauftragt.
Bilder aller 14 Lünetten (M. Aleš)
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Adr.: Na Příkopě 858/20, 110 00 Praha 1 - Nové Město


Detail.

Kaufhaus Novak (U Nováků)

1904/5 entstand ein Mosaik nach Entwurf von Jan Preisler für das von Osvald Polívka erbaute Kaufhaus Novak. Das Mosaik im „modernen Stil“ dominiert die Fassade. In der zarten Farbigkeit des Jugendstils vermitteln Venus mit Pfau und Tanzenden ein Gefühl von Leichtigkeit.
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Adr.: Vodičkova 30, 110 00 Praha 1


Detail.

Gemeindehaus (Obecní dům)

1907-09 folgte für das Gemeindehaus in Prag, einem weiteren Bau Polívkas, die Umsetzung eines Entwurfes von Karel Špillar in Mosaik, das die Apotheose Prags zum Thema hat.
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Adr.: nám. Republiky 5, 111 21 Praha 1 - Staré Město

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